drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts läßt sich noch kein abschließendes
Urteil bilden. Die Auswahl der hier gezeigten Objekte kann also nur ein Versuch sein, etwas über
die Architektur in Nürnberg im Zeitraum von 1970 bis heute auszusagen.
Verschiedene Strömungen haben sich in den vergangenen
Jahren gezeigt, denen aber zumindest eines gemeinsam ist: die Moderne als
Kern der architektonischen Fortentwicklung. Die mit dem Jugendstil eingeläutete
Abkehr vom historisierenden Stileklektizismus ist offenbar endgültig
erreicht. Nur die „Postmoderne“ der Siebziger und Achtziger Jahre betrieb
ein mehr oder weniger abstrahierendes Zitatspiel. Doch insgesamt beantwortet die Architektur
bauliche Fragestellungen mit sachlichen, aus der Funktion entspringenden Lösungen.
Aber dieser Weg muss im Ergebnis auch ästhetisch befriedigend wirken. Die Wirklichkeit zeigt,
dass letzteres ein anspruchsvolles Ziel ist; die Ästhetik des Funktionalismus ist aufgrund der ihr
anhaftenden Nüchternheit Geschmackssache.
Nürnberger Schaustück:
Das Neue Museum
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