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8.9.2009 - VIDEO:
"JUGENDSTIL IN NÜRNBERG" auf nordbayern.de

Video Jugendstil Interview Dr. Michael Metzner


(bitte dort die Suchfunktion benutzen)

Wiederaufbau des Pellerhofs!

Website der "Nürnberger Bauernhausfreunde"

Artikel über baukunst-nuernberg.de in der Nürnberger Zeitung vom 08.09.2006

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Verweise
Literaturhinweise
Künstlerverzeichnis




Epoche:  Historismus

Justizpalast

1910-1914
Hugo von Höfl und Günter Blumentritt
Fürther Straße 110/112

Der Komplex der Gerichtsgebäude entstand 1910-1914 unter stilistischer Orientierung an der deutschen Renaissance um 1600.

Die monumentale Baugruppe zieht sich über mehrere hundert Meter an der Fürther Sträße entlang und besteht aus drei Teilen: einem Westbau, in dem die Staatsanwaltschaft untergebracht ist, dem Hauptbau mit Amts-, Land- und Oberlandesgericht, sowie dem Ostbau, dessen wichtigster Bestandteil der Schwurgerichtssaal 600 ist. Die drei Gebäude sind im 1. und 2. Obergeschoss durch überdachte Brücken miteinander verbunden. Figurale Bauplastik und Wappenkartuschen schmücken die Aüßenansicht ebenso wie die Portalarchitektur von Ost- und Westbau. Der Zugang zum Hauptgebäude erfolgt über einen Arkadengang, dessen schwere Rundpfeiler dekorative Kapitelle tragen.

Sitzungssaal 600

Ostbau mit dem Sitzungssaal 600, Schauplatz der "Nürnberger Prozesse"

Das direkt hinter dem Justizpalast befindliche Zellengefängnis ist älter, es wurde zwischen 1865 und 1868 von Oberbaurat Alberth von Voit errichtet. Stilistisch steht der Bau dem Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts nahe. Von der ehemals sternförmigen Anlage ist allerdings heute nur noch ein Flügel vorhanden, und auch dessen Zukunft ist nicht gesichert.

Justizpalast

Säulenhalle im Hauptbau

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs erlangte der Sitzungssaal 600 im Ostbau der Anlage als Schauplatz der Nürnberger Prozesse Berühmtheit. Erst seit den 1990er Jahren werden regelmäßig Führungen durch diesen historischen Ort angeboten. Seit 2010 dokumentiert das "Memorium Nürnberger Prozesse", eine Ausstellung im ehemaligen Dachboden des Ostbaus, diese wichtigen Verfahren.

Justizpalast Eingang

Eingang des Hauptbaus

Der Bau wurde noch vom letzten bayerischen König Ludwig III. eingeweiht. Hiervon zeugt noch der holzvertäfelte und von einer zeittypischen Lichtkuppel überwölbte "Königssaal" im dritten Obergeschoss des Hauptbaus. Zu Ehren des bayerischen Königs ist er mit Portraits bedeutender Vertreter der Wittelsbacher ausgeschmückt. Das Innere unterstreicht mit seinen schlichten Kreuzgratgewölben und dunklen Säulen die Würde als Selbstverständnis der rechtsprechenden Gewalt.

Justizpalast

Haupttrakt an der Fürther Straße



Zellengefängnis

Das Gefängnis direkt hinter dem Justizpalast

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WWW-Verweise und Literaturhinweise:

http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/bauwerk/
Manuskript einer 1977 gehaltenen Rede des frühren OLG-Präsidenten Nüchterlein über das Nürnberger Gerichtsgebäude

WWW-Verweise zu den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen:

http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/imt/
Auskünfte des Oberlandesgerichtes Nürnberg, mit zahlreichen Verweisen zu Literatur, WWW-Quellen und weiteren Materialien

http://www.memorium-nuernberg.de/
Das "Memorium Nürnberger Prozesse" ist eine 2010 eröffnete Ausstellung im Ostbau des Justizpalastes, die Geschichte und Wirkung der Verfahren veranschaulicht.

http://www.dhm.de/lemo/html/Nachkriegsjahre/LastDerVergangenheit/nuernbergerProzesse.html
Seiten des Deutschen Historischen Museums (DHM)

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