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Artikel über baukunst-nuernberg.de in der Nürnberger Zeitung vom 08.09.2006

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Epoche:  Gotik

Lorenzkirche

Lorenzerplatz 1
Externer Link Karte im Stadtplandienst Nürnberg

ab ca. 1260/70-1500
Konrad Heinzelmann, Konrad Roritzer, Jakob Grimm (u. a.)

Die Kirche St. Lorenz ist der größte und zugleich bedeutendste Sakralbau in Nürnberg. An Stelle romanischer Vorgängerbauten entstand sie in drei Bauphasen. Wohl ab der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde zunächst eine hochgotische Basilika errichtet.

Karolinenstraße mit Lorenzkirche


Innenraum mit Englischem Gruß

Trotz der in Nürnberg eingeführten Reformation ist die Innenausstattung weitgehend erhalten, da es zu einem Bildersturm wie andernorts nicht kam. Auch gute, originale Glasfenster erheben die Lorenzkirche zu einem "Gesamt-Kunstdenkmal" von überragender Bedeutung aus.

Besonders beachtenswert ist die ab 1353 entstandene hoch aufragende Westfassade mit der prächtigen Rosette. Diese Schauseite fungierte in der ursprünglich staufischen Anlage der Lorenzer Altstadt als Höhepunkt und Abschluss der kaiserlichen via  triumphalis, der Karolinenstraße, und als genereller städtebaulicher Sammelpunkt der Lorenzer Altstadt. Gegen 1400 wünschten sich die reichen Patrizierfamilien Privatkapellen; so schuf man diese durch Erweiterungen der Seitenschiffe.





Eine Besonderheit sind die spätgotischen Gewölberippen im Hallenchor der Lorenzkirche. Sie wachsen unvermittelt und organisch aus den Pfeilern heraus, ohne Kapitell oder stützende Wandvorlagen.

Der 1439-1477 errichtete spätgotische Hallenchor, begonnen von Konrad Heinzelmann von Rothenburg, durch Konrad Roritzer fortgeführt und von Jakob Grimm vollendet, ist ein in Einzelformen und der Tendenz des Raumgefühls eindrucksvolles Werk der deutschen Spätgotik.





Das Netzgewölbe des Chores war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.

Lorenzkirche Chor

Chor der Lorenzkirche von Norden

Hauptportal der Lorenzkirche zu Nürnberg

Das prächtige Hauptportal der Lorenzkirche zeigt ein umfangreiches Bildprogramm, das die Menschen im Mittelalter "lesen" konnten

Die Madonna von 1280 ist ein schönes Beispiel für die S-Form gotischer Figuren, man beachte auch das Mienenspiel und die Ausführung der Gewandfalten.

Lorenzkirche Madonna

In der Lorenzkirche findet man hervorragende mittelalterliche Skulpturen

Lorenzkirche Südturm

Südturm der Lorenzkirche


Königstr., Lorenzkirche

Von überall ein Blickfang: Blick von Süden aus der Königstraße auf die Lorenzkirche



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